Einordnung

Alle drei Plattformen lösen dieselbe Grundaufgabe: Systeme verbinden, ohne dass jemand für jede Verbindung eigenen Code schreibt. Auslöser (z. B. neue E-Mail, neuer Datensatz) starten eine Kette von Aktionen (z. B. Auftrag anlegen, Nachricht senden, Tabelle aktualisieren). Der Unterschied liegt in Betriebsmodell, Datenort und Abrechnung.

Zapier und Make nutzen Sie als Cloud-Dienst des Anbieters. Make hieß früher Integromat. n8n gibt es als Cloud-Dienst und zum Selbstbetrieb auf eigenen oder gemieteten Servern.

Vergleichstabelle

Listenpreise und Angaben der Anbieter, Stand 21.10.2026. Quellen am Ende der Seite.

Kriteriumn8nZapierMake
AbrechnungseinheitAusführung: ein Durchlauf des ganzen Workflows, unabhängig von der Zahl der Schritte; für KI-Funktionen nennt die Preisseite eigene Credits („Assistant credits“, „Gateway credits“)Task: jede erfolgreich ausgeführte Aktion; Abfragen auf neue Daten und eingebaute Werkzeuge wie Filter zählen nicht; KI-Schritte, Code und einzelne Apps können mehr Tasks verbrauchenCredit: die meisten Modul-Aktionen 1 Credit, einige KI-Funktionen mehr; jede Abfrage eines Auslösers auf neue Daten kostet laut Make-Hilfe ebenfalls 1 Credit; Router und Fehlerbehandlung zählen nicht
Einstieg laut PreisseiteGratisstufe: Preisseite nennt eine Testphase (1.000 Ausführungen); kleinster bezahlter Cloud-Plan: Starter, 20 €/Monat bei jährlicher Abrechnung, 2.500 Ausführungen/MonatGratisstufe: Free, 100 Tasks/Monat; kleinster bezahlter Cloud-Plan: Professional, 19,99 USD/Monat bei jährlicher Abrechnung, 750 Tasks/MonatGratisstufe: Free, 1.000 Credits/Monat; kleinster bezahlter Cloud-Plan: Core, 9 USD/Monat bei jährlicher Abrechnung, 10.000 Credits/Monat
Datenort CloudSpeicherort: EU, laut Preisseite Server in Frankfurt; eingebaute KI-Funktionen: laufen teils über Anbieter außerhalb der EU; Übermittlungsgrundlage laut Anbieter: Standardvertragsklauseln im AuftragsverarbeitungsvertragSpeicherort: Server bei AWS in den USA, eine Speicherung nur in der EU bietet Zapier nicht an; eingebaute KI-Funktionen: laufen teils über Anbieter außerhalb der EU; Übermittlungsgrundlage laut Anbieter: EU-US Data Privacy Framework und Standardvertragsklauseln im AuftragsverarbeitungsvertragSpeicherort: die Organisation läuft in einer Datenzone (US1, US2, EU1, EU2); eingebaute KI-Funktionen: laufen teils über Anbieter außerhalb der EU; Übermittlungsgrundlage laut Anbieter: je nach Vertragspartner Data Privacy Framework (ersatzweise Standardvertragsklauseln) oder Standardvertragsklauseln (laut Auftragsverarbeitungsvertrag)
Selbst betreibenmöglich: Community-Version auf GitHub (Sustainable Use License); Business-Plan nur selbst betrieben, 667 €/Monat bei jährlicher Abrechnung (40.000 Ausführungen)Cloud-Dienst des AnbietersCloud-Dienst des Anbieters
Betrieb und UpdatesCloud: beim Anbieter; selbst betrieben: Server, Updates, Sicherheit und Backups bei Ihnen oder Ihrem IT-Dienstleisterbeim Anbieterbeim Anbieter

Wann welche Plattform passt

n8n passt, wenn Ihre Abläufe viele Schritte haben, denn abgerechnet wird je Ausführung. Und wenn eine Speicherung in der EU oder ein Selbstbetrieb für Sie in Frage kommt.

Zapier passt, wenn Ihre Abläufe häufig auf neue Daten prüfen, denn das Abfragen zählt nicht als Task. Und wenn eine Speicherung in den USA für Sie in Frage kommt.

Make passt, wenn Ihre Abläufe viele Verzweigungen (Router) haben, denn Router zählen nicht als Credit. Und wenn eine Datenzone in den USA oder in der EU für Sie in Frage kommt.

KI-Funktionen und Selbstbetrieb: wohin Daten gehen

Das gilt für alle drei Plattformen: Ruft ein Workflow oder eine eingebaute KI-Funktion ein Sprachmodell oder einen anderen Cloud-Dienst auf, gehen diese Daten an den jeweiligen Anbieter, egal wo die Plattform selbst läuft. Prüfen Sie dazu die Subunternehmerliste der Plattform und, bei eigenen API-Verbindungen, die Datenschutzbedingungen oder den Auftragsverarbeitungsvertrag des Modellanbieters.

Selbst betreiben heißt: Sie oder Ihr IT-Dienstleister betreiben den Server, spielen Updates ein und sichern ihn ab. Das heißt nicht automatisch, dass keine Daten Ihr Haus verlassen. Mehr dazu im Beitrag DSGVO-konforme KI-Anbieter für KMU.

Quellen

Alle abgerufen am 21.10.2026: